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Der erste Lauf gegen Rassismus wurde 1997 durchgeführt, um im «Internationalen Jahr gegen den Rassismus» ein Zeichen zu setzen.

Heute, 16 Jahre später, haben wir leider wenig Grund zum Feiern. Im Gegenteil: Die Migrations- und Asyldebatte in der Schweiz ist mehr denn je von Angst, Abwehr und Fremdenfeindlichkeit geprägt. MigrantInnen aus nicht EU-Staaten, die keinen geregelten Aufenthaltsstatus haben, wird der Zugang zu Rechten und Ressourcen kategorisch verweigert. Sie werden aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen: aus dem Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie aus der Gesundheitsversorgung. Und es soll weitergehen mit Verschärfungen: Kaum wurde die letzte Asylgesetzrevision in Kraft gesetzt, kam bereits die nächste in die Vernehmlassung. Beantragt sind die weitere Einschränkung der Flucht-gründe, Grenzschliessungen, die Abschaffung des Botschaftsasyls usw. Damit soll verhindert werden, dass es Menschen auf der Flucht überhaupt noch zu uns in die Schweiz schaffen.

Aber Migration lässt sich nicht aufhalten. Repressive Gesetze ändern nichts an den Ursachen der Migration, sondern zwingen einzig und allein die MigrantInnen aus nicht EU-Staaten in die «Illegalität».Kein Mensch ist illegal! Wir fordern weiterhin eine kollektive Regelung für MigrantInnen ohne geregelten Aufenthaltsstatus und eine offene Migrationspolitik. Dank breit angelegter Kampagnen- und Lobbyarbeit konnten wir einige Erfolge verzeichnen. Für uns heisst es aber mehr denn je: Kämpfen wir weiter gegen Diskriminierung, bleiben wir in Bewegung!

Als Ausdruck unserer Solidarität mit den MigrantInnen und des Widerstandes gegen eine repressive Migrationspolitik organisieren wir auch 2013 wieder einen Lauf gegen Rassismus.
Wir freuen uns auf eine zahlreiche Teilnahme, ob als LäuferIn oder als SponsorIn. Die Gruppe «Café au lait» wird unseren sportlichen Effort mit Musik- und Tanzeinlagen belohnen.

Unterstützende Organisationen
JuLia, Junge Grüne, Junge Grünliberale, JUSO, Second@s Plus

Für das Organisationskomitee
Salvatore Di Concilio, Antonia D’Orio, Christina Jetzer, Bruno Lafranchi, Hansruedi Looser, Remo Schädler,
Bea Schwager, Dante Simonitto, Daniel Strässler, Eugène Suter, Vera Ziswiler